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Life Update

Wow, immer wenn ich die Einträge auf diesem Blog lese, dann bekomme ich eine Gänsehaut. Auch wenn viele davon älter sind, fühlen sie sich so nah an. Ich kann immer noch die Sehnsucht in meinem Herzen spüren, die aus jedem der Posts klingt. Ich spüre den Wunsch dünn zu sein, zarte Handgelenke, schmale Beine, hervorstehende Schlüsselbeinkochen zu haben. Auch wenn ich genau weiß, wie dumm, lächerlich und vor allem gefährliche meine Wünschd sind.

In meinem Leben läuft es sehr gut. Das Studium ist vorbei, es ist erfolgreich zu Ende gegangen und ich habe direkt eine Stelle gefunden, die mir Spaß macht, in einer Firma, die mir gefällt. Ich habe tolle Kollegen und auch mein Privatleben läuft gut. Ich bin seit über drei Jahren mit einem tollen Mann zusammen, der mich versteht und mit all meinen Eigenarten und Problemen umgehen kann, der mich aufbaut.

Und trotzdem spüre ich diese schwarze Leere noch oft. Meist kann der berufliche Stress sie überlagern, verdecken. Aber es gibt sie immer noch, die Tage an denen ich nur weine, mich durch den Alltag Kämpfe. Die Angstattacken in ganz normalen Alltagssituationen. Ich muss kämpfen, damit ich aufstehe, arbeiten gehe und mich der Welt stelle.

Es ist mir wichtig diesen Teil meines Lebens zumindest in meinem beruflichen Umfeld zu verbergen. Ich bin nie gut darin gewesen über Gefühle und all das zu sprechen. Die Basis, die ich mit meinem Partner erreichen konnte, ist das Resultat jahrelanger harter Arbeit, die von vielen Rückschlägen geprägt war. Ich denke, so sehr ich meine Kollegen schätze und sie als Freunde bezeichnen kann, Ihnen mein Seelenleben offen zu legen, wäre unmöglich. Ich habe Angst, dann anders behandelt zu werden. Vielleicht auch ein wenig Angst, dass man mich ausschließt deswegen, auch wenn ich mir sicher bin, dass das nicht passieren würde. Die Angst, die Bedenken, das Overthinking bleibt.

Zur Zeit spielen Essen und Gewicht wieder eine große Rolle für mich. Ich habe meine Gefühle mit Essen kompensiert und dadurch viel zugelegt. Ich bin dadurch sehr unsicher. Die Masse macht mir Angsr. Wiegen macht mir Angsr, wo ich früher mindestens 2x täglich auf die Wasge bin, traue ich mich heute kaum 1x im Monat nachzusehen. Ich fühle das Fett, ich brauche keine Waage.
Auf der Arbeit ist Essen, Gewicht und Diät ein ständiges Thema. Jeder redet davon und verunsichert mich, egal wie gut oder schlecht mein Gefühlsleben an dem Tag gerade ist. Immer wieder sagen Sie mir, wie dünn ich sei. Trotzdem leide ich. Ich bin viel schwerer, massiger und unförmiger als früher. Sie sagen mir, dass ich zu dünn gewesen sein muss, dass man die mehr Kilo nicht sieht. Aber ich fühle sie. Sie tun mir weh. In der Seele. Sie kratzen alte Narben und tiefe Wunden wieder auf.

Ich möchte leicht sein. Ich will zurück.

Gleichzeitig weiß ich, wie krank diese Worte hier sind. Ich weiß, dass mein Gewicht rein logisch noch in Ordnung ist, aber ich fühle es nicht. Mein Recovery Prozess dauert nun bereits über drei Jahre. Immer wieder falle ich zurück. 10 kg rauf, 10 kg runter. Unter der 50 war ich vor zwei Jahren das letzte Mal. Es klingt blöd, aber das wünsche ich mir zurück, egal wie sehr ich weiß, dass es ungesund ist.

Kommentare:

  1. Ich hoffe, es geht dir gut.... Ich denke viel an dich. Pass auf dich auf. <3

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  2. Oh Fly, ich denke auch oft an Dich :*

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